Lebensqualität im Fokus:
Modellstruktur Patientenzentrierte Versorgung an einer Schweizer Universitätsklinik
Die professionsübergreifende Ausrichtung unserer Expertise auf den Erhalt und die Förderung von Vitalität, Lebensqualität und Gesundheit – und weniger auf fachspezifische medizinische Krankheitsreparatur und -behandlung – ist ein ethisch und auch ökonomisch zukunftsweisender Lösungsansatz. Er unterstützt den dringend notwendigen Kurswechsel im Umgang mit funktionalen Gesundheitsstörungen und ihren vermeidbaren Folgen.
Im Zentrum einer Modellstruktur "Patientenzentrierte Versorgung an einer Schweizer Universitätsklinik" steht ein valides Assessment zur Messung von Vitalität und gesundheitsbezogener Lebensqualität. Im ambulanten klinischen- und Praxisalltag kann die Vitalitätsanalyse als ein hochwertiges diagnostisches Zusatzangebot zum Einsatz kommen. Ihre Stärke liegt nicht nur in der Darstellung von physischen und psychosozialen Risiken, sondern auch von körperlichen und mentalen Gesundheitsressourcen im Lebensvollzug der Patienten.
So können z. B. durch die Spiegelung wichtiger emotionaler und sozialer Stressbewältigungstechniken auch psychosozial agierende Fachdisziplinen gezielt mit den hard facts aus der Analyse in den Behandlungsplan eingebunden werden, ohne direkt auf den oft negativ belegten Begriff „Psyche“ abstellen zu müssen. Zum anderen können Motivation, Eigenverantwortung und Compliance vieler Patienten genutzt werden, um ihre Gesundheitskompetenz und ihr Vital- und Selbstmanagement im Alltag wirksam und nachhaltig zu verbessern.
Die Integration des Vitalitätskonzeptes in die medizinische Versorgung wird dem Anspruch nach individueller Betreuung gerecht(er). Sie bietet darüber hinaus die Gelegenheit, mittels einer fachübergreifenden Vernetzung mit anderen medizinischen und nicht-medizinischen Disziplinen, den Menschen in seiner Gesamtheit zu sehen und optimal zu behandeln, wobei strukturierte „kurze Dienstwege“ den organisatorischen Aufwand sowohl für den zentral agierenden Arzt als auch für die Ratsuchende minimieren.
Moderatoren
PD Dr. Petra Stute
Universitätsklinikum Bern
Prof. Dr. Gorden Sudeck (angefragt)
Universität Bern, Institut für Sportwissenschaft (ISPW)
Kontext
Die Fraunhofer Veranstaltungsreihe „Demografie und Gesundheitsressourcen“ sensibilisiert Entscheidungsträger und Akteure einer breiten Öffentlichkeit für den damit verbundenen Innovations-, Kompetenz- und Wissenstransfer in die Dienstleistungs- und Bildungslandschaft und in die gesellschaftliche Praxis hinein.
Das Innovationsforum 2010 unterlegt darüber hinaus aus Kunden- und Verbrauchersicht, aus der Sicht der Akteure und mit innovativen wissenschaftlich-fachlichen Lösungen die notwendige stärkere Verzahnung von erstem und zweitem Gesundheitsmarkt. Diese findet derzeit vor allem unter der wirtschaftlichen und ethischen Herausforderung „Vitalität und Arbeit“ (Fit4Work, Gesund in die Rente, Flexible Altersgrenze …) statt.
Stand 18.11.2010 -